PROJEKTE: Die Ruhrpiratinnen

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Eine Theaterreise auf der Ruhr, mit Bezügen zur Geschichte und Personen Wittens und des Ruhrgebiets. Kooperationsprojekt der freien Theaterszene Witten.

In Witten fließt ein Fluss, beschaulich und schön, auf diesem fährt ein Boot romantisch und nett .... oder doch nicht? Die Gäste erleben eine spannende Fahrt von Heveney nach Bommern und zurück und einen Seesack voller Geschichten von Frauen, die sich nicht so schnell unterkriegen lassen - auch nicht, wenn es stürmisch zugeht an Bord und im eigenen Leben. Denn das kennen alle: Die kleinen und großen Krisen im Leben. Die Ruhrpiratinnen meistern sie mit Esprit und Charme. Lassen Sie sich entführen auf eine Fahrt durch die schönen Ruhrauen.

Also ... ahoi alle Frau und Mann über- nein, erst mal an Bord!

Anlässlich der `Local Hero´-Woche im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 inszenierten die Wittener TheatermacherInnen eine Theaterreise auf der Ruhr. Die ca. 90-minütige Produktion fand auf dem Ausflugsschiff MS Schwalbe und den anzufahrenden Haltepunkten statt. Zum Premierentag wurden um 10, 15 und 19 Uhr insgesamt drei Aufführungen gezeigt. Das Stück hat direkte Bezüge zur Geschichte und zu Personen Wittens sowie des Ruhrgebietes.

"Die Ruhrpiratinnen" war eines der ersten Kooperationsprojekte der freien Theaterszene Witten.

 

Beteiligte:

Die Macherinnen: Birgit Wessel, Britta Lennardt, Katja Beil, Martina Ende-Bollin, Jule Vollmer, Beate Albrecht

Die SpielerInnen: Birgit Wessel, Britta Lennardt, Katja Beil, Martina Ende-Bollin, Jule Vollmer, Conni Freund, Philipp Reusmann, Beate Albrecht

Der Regisseur: Andreas Hartmann

 

Produktionstagebuch:

15.2.2010 Heldinnen gefunden: Unter dem Motto `Helden gesucht´ wurde das Programm der `Local Hero Wochen´ vorgestellt. Naja, vielleicht sind die ja wirklich so rar, die Männer, die was vernünftiges auf die Beine stellen, so dass sie sogar öffentlich gesucht werden müssen. Wir Frauen in Witten haben es da ja leichter, gibt es doch genug Vor- und Weibsbilder von denen wir erzählen können. 

27.2.2010 
Schreibseminar in Kooperation mit dem Literaturbüro Ruhr: In dem Tagesseminar wurden Grundlagen des SZENISCHEN SCHREIBENS am Beispiel des Projektes „Ruhrpiratinnen und andere Heldinnen des Alltags“ besprochen. Dialogführung, Szenenverlauf und Dramaturgie wurden untersucht und anhand von Schreibübungen erprobt. Die Referentin war Heidi von Plato. Sie schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa. Als Dozentin am „Institut für Kreatives Schreiben“ in Berlin leitet sie einen Ausbildungsgang für AutorInnen. Ihre Theaterstücke wurden an verschiedenen Theatern aufgeführt. Die `Ruhrpiratinnen´ haben nun einen möglichen roten Faden für das Stück und Schwerpunkte für den Inhalt festgelegt.

27.3.2010 Probenbeginnphase: Die ersten Proben haben nun stattgefunden. Soviel lässt sich sagen, es wird ein spannendes Programm. Der Fluss, die Frauen und die Arbeit, das sind drei Hauptlinien, die sich durch das Stück ziehen, mal komisch und dann wieder ernst, mal politisch und dann wieder unterhaltsam. Conni Freund und Philipp Reusmann sind für die Szene `Schwarzes Gold´ gewonnen worden. Herzlich willkommen.

24.4.2010 Probenmittelphase: Wir sind mitten drin, die Figuren und die ersten Szenen sind gefunden. Neben der Schauspielerarbeit gibt es noch viele Fragen, die so eine Schiff mit sich bringt - Hinfahrt - Rückfahrt, Catering, Schwimmwesten etc. ... Wir schwitzen, behalten die gute Laune, streiten uns, freuen uns, dass wir ausgleichende Kräfte im Team haben und machen einfach weiter.

19.6.2010 Probenendphase: Viel Zeit ist vergangen, viel haben wir geschafft, die Texte stehen, die Lieder sind geschrieben, an der Inszenierung wird noch gearbeitet und wir sind schon sehr gespannt auf unsere Generalprobe. Wie das im Theater so ist, werden wir da auch improvisieren müssen. Nun sind doch Fahrgäste auf dem Boot, aber da können wir gleich mal unsere Ideen mit Testpublikum erproben. Auf jeden Fall sind wir alle sehr gespannt. Die 3 Vorstellungen sind komplett ausgebucht und wir haben schon eine Warteliste für Fahrten, aber leider nicht das Schiff. Vielleicht lässt sich da ja noch einiges an der ( Schiffs-) Schraube drehen.

23.6.2010 Generalprobe: Das war eine Generalprobe! Herrliches Wetter und wir haben improvisiert, was das Zeug hält. Das Boot ist nämlich gleichzeitig an eine Schulklasse vermietet worden und so haben wir unsere Szenen vor einem jungen begeisterungsfähigen Publikum geprobt. Es hat auf jeden Fall viel Freude gemacht und wir sind schon ganz gespannt auf morgen, wenn es dann heißt `Die Ruhrpiratinnen - wir meistern die Krise´

24.6.10 Jungfernfahrt  ab Freizeitbad Heveney.

25.6.2010 Nach der Premiere: Das war ein Tag - um 6:30 ging es gestern aus dem Haus, 23:30 saßen wir auf unserem Balkon und genossen ein Radler. Was dazwischen los war - viel! Wir hatten drei wunderbare Vorstellungen, alles was nicht geklappt hat und was es so Backstage an Problemen gab, sei an dieser Stelle kurz erwähnt, aber ob der der guten Zeit gleich wieder in den Hintergrund gedrängt. Denn es war so gut, dass wir mehr wollen, mehr Theater in Witten, mehr Fahrten auf der Ruhr, mehr Zusammenarbeit und genau die Sonne, die gestern gescheint hat. Vielleicht klappt das ja auch alles noch und wir können weitere Fahrten anbieten. 

Unser Dank gilt an dieser Stelle den Stadtwerken Witten, dass wir die Schwalbe benutzen dürfen, Hans-Werner Tata von KULTURFORUM Witten, der uns in der ersten Konzeptphase zu den `Local Hero Wochen´ unterstützt hat, der Buchhandlung Lehmkuhl, Martina Kliner-Fruck, vom Stadtarchiv Witten, die uns auf die Schiffsidee gebracht hat, Maria Grote, Heldin vor Ort, Ralph Klein, der Geschichten zu Wittens Geschichten zu erzählen weiß, die keiner sonst kennt, Michael Freundenreich und seine Kollegen Jens und Kai, unsere geduldigen Kapitäne vor Ort, der DLRG, die uns retten würde, wenn wir hinunter fallen, das Tiefbauamt mit Herrn Chwastek und Herrn Pauli, ...  und all den anderen, die uns auf unserer Reise begleitet haben und in Bälde an dieser Stelle auftauchen werden.